IP-Verwechslung führt zu falschem Kinderporno-Verdacht
Verfasst von maze am 15. März, 2008
IP-Verwechslung führt zu falschem Kinderporno-Verdacht…
Bereits im Februar berichtete die FAZ über einen falschen Kinderporno-Verdacht.
In diesem Fall war eine falsche Kreditkartenabbuchung der Auslöser, der Betroffene konnte die Beamten durch Kontoauszüge und interne Informationspapiere der Bank davon überzeugen, dass hier ein Irrtum vorliegt und so verhindern, dass seine Geschäftsräume, sein PKW und seine Privatwohnung komplett durchsucht werden und seine PC’s beschlagnahmt werden, was bei 300 geschriebenen Rechnungnen pro Tag einem finanziellen Ruin sehr nahe gekommen wäre.
Nicht ganz so viel Glück hatte ein Professor in den letzten Tagen.
Er wurde verdächtigt, in einem Filesharing-Netzwerk Kinderpornos zum Download angeboten zu haben.
Die Beamten durchsuchten die komplette Wohnung und stellten seinen Desktop-Rechner und sein Notebook sicher.
Auf Anftrage beim Provider, wie man denn die Zuordnung der Daten zu dieser IP getroffen hätte, konnte keine Auskunft gegeben werden.
Der Provider (ARCOR) hat sich dann zum Glück einige Tage später beim BKA gemeldet und angegeben, dass bei der Zuordnung von Daten ein Fehler unterlaufen sei.
So schnell kann man eine Existenz zerstören…
Quelle: law blog

