zwei null null acht

…so mit Demokratie und so…

BND-Bespitzelung – Update

Verfasst von maze am 26. April, 2008

BND-Bespitzelung – Update…

Wie kürzlich berichtet hat der BND über Monate eine Journalistin des Spiegel und einen Korrespondenten des ZDF bespitzelt.

Wie jetzt bekannt wurde, beschränkte sich die Bespitzelung nicht nur auf diese Personen, sondern das komplette Netzwerk des Industrieministeriums.
Der BND hatte das Netzwerk mit einem Trojaner infiltriert und eine umfangreiche Sammlung an Daten absaugt. Darunter befanden sich diverse Regierungs-Mail-Adressen, vertrauliche Dokumente, aber auch Passwörter.

Darunter befanden sich diverse Regierungs-Mail-Adressen, vertrauliche Dokumente, aber auch Passwörter.
So konnten sich der BND während der am 6. Juni 2006 begonnenen gezielten Überwachung in ein Minister-Postfach einloggen.

In der Folge konnten BND-Mitarbeiter monatelang auch Mails der SPIEGEL-Redakteurin Susanne Koelbl mitlesen.

Das Bundeskanzleramt will nun mit einer Sonderprüfung der Frage nachgehen, ob der BND im Zuge der Operation auch weitere afghanische Ministerien ausforschte.

Die Aufarbeitung wird dadurch erschwert, dass offenbar die meisten Unterlagen über den Einsatz vernichtet worden sind.

Der afghanische Außenminister Rangin Dadfar Spanta sagte vor einem Gespräch mit seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier: „Ich bin entsetzt und abgestoßen von diesen Methoden, die in einem Rechtsstaat nichts zu suchen haben.“
Er wolle keinen „lauten Skandal“, aber: „So etwas darf nie wieder passieren.“ Dies sei die Haltung der gesamten afghanischen Regierung.

Wohl nicht nur der afghanischen Regierung, sondern auch einem Großteil der deutschen Bevölkerung.

Wie bereits berichtet, ist dies auch nicht der erste Zwischenfall beim BND im Umgang mit Trojanern.

Zum Beispiel missbrauchte ein BND-Mitarbeiter die Schnüffeltechnik, um eine romantische Mail-Korrespondenz seiner Partnerin mit einem Bundeswehrangehörigen auszuforschen.
Quelle: spiegel.de

Eine Antwort zu “BND-Bespitzelung – Update”

  1. Jede Regierung hat den Geheimdienst, den sie verdient. Natürlich soll der BND jetzt der Sündenbock sein, doch er handelte nur so, wie seine Vorleute es vormachen. Mehr:

    http://www.blogsgesang.de/2008/04/26/sehnsucht-nach-dem-kalten-krieg/

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